Segelkunstflug Berichte

Segelkunstflug: Weshalb, und wie?

Alfred Kormann

Kunstflug: Die meisten Leute denken dabei an Motormaschinen, die bei einem Flugmeeting geräuschvoll am Himmel umherturnen. Und der Segelflug wird mit Piloten assoziiert, die die Sonnenenergie nutzen, um lautlos lange Distanzen zurücklegen.
Beim Segelkunstflug fliegt der Pilot nicht weite Strecken, sondern er zeigt in einem begrenzten Luftraum die gleichen Figuren wie Motorkunstflieger. Ohne Motor steht als einzige „Energiequelle“ die Ausgangshöhe zur Verfügung, die möglichst effizient genutzt werden muss.

Sicherheit hat höchste Priorität
Ein Segelflieger setzt sich nicht einfach in sein Flugzeug und dreht Loopings. Der zukünftige Kunstflieger beginnt seinen Werdegang unter der Leitung eines qualifizierten Fluglehrers in einem für den Kunstflug geeigneten Doppelsitzer. Mit einer sorgfältigen Ausbildung und viel Training lernt das „Küken“ zuerst einfache und später schwierige Figuren. In sicherer Höhe!

Für Anfänger und Erfahrene ist auf 300 m über Grund Schluss mit dem Kunstflug.
Kunstflug bedeutet erhöhte Sicherheit, weil der damit vertraute Pilot ganz genau weiss, was er sich und seinem Flugzeug zumuten darf. Dank diesen Kenntnissen ist im Streckenflug schon mancher Unfall verhindert worden.
Selbstverständlich werden beim Kunstflug nicht die für den Streckenflug konzipierten und eher zierlichen Flugzeuge eingesetzt, sondern robustere Maschinen, die die beim Kunstflug auftretenden hohen Belastungen und Fliehkräfte problemlos vertragen.

Wettbewerbe und Meisterschaften
Segelkunstflug heisst für einige Piloten, ohne jeglichen Stress harmonische Figuren an den Himmel zu zeichnen. Andere jedoch möchten ihr Können mit demjenigen von Kameradinnen und Kameraden vergleichen, deshalb nehmen sie an Wettbewerben teil.
Bei solchen Anlässen werden die einzelnen Figuren zu Programmen verknüpft, die in einem genau festgelegten Luftraum geflogen werden müssen, der sogenannten „Box“: Ein imaginärer Würfel von je einem km Höhe, Breite und Tiefe. Begonnen wird auf einer Höhe von 1’300 m über Grund, und die Untergrenze ist auf der bereits erwähnten Höhe von 300 Metern über Grund.
Ähnlich wie z.B. beim Eiskunstlauf werden verschiedene Programme absolviert. Nach der frühzeitig publizierten bekannten Pflicht folgt die Kür, die jeder Pilot unter Beachtung von bestimmten Vorschriften individuell gestalten kann. Besonders interessant wird es bei der unbekannten Pflicht. Alle Teilnehmer schlagen Figuren vor, mit denen das Programm erst während dem Anlass erstellt wird. Weil für die unbekannte Pflicht nicht trainiert werden darf, werden das Können und die Nerven der Piloten speziell gefordert.

Wie werden die Sieger ermittelt?
Es wäre nicht fair, Könner und Anfänger direkt gegeneinander antreten zu lassen. Deshalb werden die Pilotinnen und Piloten in Kategorien eingeteilt: Die „Grossen“ in die Elite, die anderen in die Promotion, und Anfänger messen sich in Espoirs -Wettbewerben. Der Schwierigkeitsgrad der Programme wird der jeweiligen Kategorie angepasst.
Alle Kunstflugfiguren sind in einem weltweit gültigen Katalog verzeichnet, und jede Figur hat je nach Schwierigkeitsgrad einen bestimmten Wert, den Koeffizienten K. Je schwieriger eine Figur ist, desto höher ist ihr K-Wert. Jede Figur wird durch Punktrichter gemäss internationalen Richtlinien mit Noten von null bis zehn bewertet. Die Note wird mit dem jeweiligen K – Wert multipliziert.
Gewonnen hat, wer bei den Programmen die höchste totale Punktzahl erreicht.

Besuchen Sie die Schweizermeisterschaft in Thun!
Was in Theorie und Fachjargon etwas trocken tönt, ist in der Realität ein Ballet von präzisen, eleganten Figuren am Himmel. Besuchen Sie uns an der Meisterschaft, sprechen Sie mit den Teilnehmern und geniessen Sie die Darbietungen! Direkt am Flugplatz in einem Luftraum, der vom Liegestuhl aus bequem überblickbar ist. Die Segelkunstflieger freuen sich auf Sie !

Website der Schweizer Segelkunstfliegerinnen und Segelkunstflieger: www.sagach.ch

Bericht über die Thuner Kunstflugtage

Thuner Kunstflugtage 2018 (Seiten 3 und 4: „Über und in den Wolken“)

Sponsoren

Herzlichen Dank unseren Sponsoren, welche diesen Anlass erst möglich machen!

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